Über 1.000 Exponate in einer Dauerausstellung des Ikonen-Museums Frankfurt

Ikonen, die zwischen dem 15. und 20. Jahrhundert entstanden, stehen im Mittelpunkt der Dauerausstellung im Ikonen-Museum in Frankfurt. Für diese imposante Ausstellung wurden insgesamt über 1.000 Exponate zusammen getragen. Viele Ikonen sind Dauerleihgaben anderer Museen oder privater Sammler. Die Ausstellung demonstriert eindrucksvoll, welch enorme Bedeutung Ikonen in der orthodoxen Glaubenswelt haben.

Die große Kunst der Ikonenmalerei beherrschen nicht viele Künstler. Um einem breiten Publikum die Bedeutung von Ikonen und deren Wert in der orthodoxen Glaubenswelt zu vermitteln, zeigt das Ikonen-Museum Frankfurt über 1.000 Exponate in einer Dauerausstellung. Etwa 800 Ikonen entstammen einer großzügigen Schenkung von Dr. Jörgen Schmidt-Voigt, einem begeisterten Sammler und Kunstliebhaber. Alle weiteren Ausstellungsstücke sind entweder Dauerleihgaben anderer, großartiger Museen, Schenkungen privater Sammler oder Ankäufe, die das Ikonen-Museum Frankfurt im Laufe der Jahre getätigt hat. Ikonen sind Kult. Das wird bereits auf den ersten Blick deutlich. Sie vermitteln dem Betrachter einen interessanten Einblick in die orthodoxe Glaubenswelt. Diese Glaubensrichtung ist vor allem im Norden Russlands, in Äthiopien und im Nahen Osten stark verbreitet. Nicht nur Kunstinteressierte kommen hier auf ihre Kosten. Auch alle Besucher, die sich gern mit den unterschiedlichen Religionen auseinander setzen, werden im Ikonen-Museum ihren Horizont erweitern können. Eine koptische Papierikone gilt als wertvollstes Ausstellungsstück. Sie stammt aus dem 12. bis 13. Jahrhundert. Die Ausstellung umfasst aber nicht nur die typischen Ikonen-Bilder. Metallplastiken, Reise-Ikonen, Textilien, Segens- und Brustkreuze und diverse andere Exponate gewähren dem Besucher einen völlig neuen Einblick in die weit zurück reichende Geschichte des Christentums. Aber diese Dauerausstellung ist noch längst nicht alles, was das Ikonen-Museum Frankfurt zu bieten hat. In ständig wechselnden Sonderausstellungen werden bestimmte Themen rund um die Ikonen weiter vertieft. Außerdem veranstaltet das Museum regelmäßig Sonderprogramme. Viele ausgestellte Ikonen entstammen der Hand berühmter Ikonen-Maler wie zum Beispiel Michail Miljutin oder Emmanuel Tzanes. Da die Ausstellung ständig weiter ergänzt wird, lohnt sich der Besuch auch noch, wenn man sie bereits einmal gesehen hat. Die Räumlichkeiten erscheinen perfekt geeignet, um die zahlreichen Ikonen ins rechte Licht zu setzen. Der Architekt Oswald Mathias Ungers hat hier ganze Arbeit geleistet.

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